20 Jahre nach der 4. Weltfrauenkonferenz: Schweiz zieht Bilanz an UNO-Session

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Gestern begann in New York die 59. Sitzung der Kommission für die Stellung der Frau (CSW) des UNO-Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC). Im Zentrum steht die so genannte „Beijing Deklaration / Aktionsplattform“, die 1995 anlässlich der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking verabschiedet worden war. An der diesjährigen Session wird Bilanz gezogen, ob und wie sich die Stellung der Frauen in der Gesellschaft verbessert hat. Die Schweiz als stimmberechtigtes Mitglied dieser UNO-Kommission wird u.a. eine Bilanz ihrer Bemühungen im Inland präsentieren und verschiedene Anlässe veranstalten.

Die 59. Sitzung der Kommission für die Stellung der Frau (CSW) – sie dauert vom 9. bis 20. März – steht im Zeichen eines wichtigen Jubiläums: Vor 20 Jahren verabschiedeten 189 Staaten an der 4. Weltfrauenkonferenz  zu „Gleichstellung, Entwicklung und Frieden“ die so genannte „Beijing Deklaration“ und eine „Aktionsplattform“ mit dem Ziel, die Gleichstellung von Frau und Mann weltweit voranzubringen. Beschlossen wurden u.a. Massnahmen zur Reduktion von Armut, zur Förderung von Bildung, Gesundheit und zur Besserstellung der Frauen in der Arbeitswelt, aber auch Massnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt, im häuslichen Umfeld und in bewaffneten Konflikten. Benno Bättig, Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA, leitet die Schweizer Delegation. Vize-Delegationschefin ist Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann im Eidgenössischen Departement des Innern EDI. Der Schweizer Delegation gehören Vertreterinnen und Vertreter der Bundesverwaltung und der Zivilgesellschaft sowie eine Jugenddelegierte des EDA-Jugendprogramms „Youth Rep“ an, ein Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV in Zusammenarbeit mit dem EDA. In den nächsten Tagen wird die Schweiz in der Plenardiskussion der CSW den Stand der nationalen Umsetzung der „Beijing-Aktionsplattform“ präsentieren. Die Broschüre „Gleichstellung von Frau und Mann Aktionsplan der Schweiz, Bilanz 1999 – 2014“ gibt Auskunft darüber. Sie wurde aufgrund einer parlamentarischen Interpellation erstellt. Fortschritte erzielt wurden in der Schweiz vor allem beim straffreien Schwangerschaftsabbruch, beim Mutterschafts-Erwerbsersatz sowie bei der Verhinderung von Zwangsheiraten und Genitalverstümmelungen. Zudem sind die Frauen heute wesentlich zahlreicher an den Hochschulen vertreten. Handlungsbedarf besteht dagegen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Lohnungleichheit sowie bei der Segregation auf dem Arbeitsmarkt. Weitere Herausforderungen sind die nach wie vor weit verbreitete Gewalt an Frauen, ihre Untervertretung in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungspositionen sowie die ungleiche Verteilung von Betreuungsaufgaben. Die CSW ist das zentrale Organ der UNO, das sich mit der Verbesserung der Gleichstellung der Geschlechter befasst. Sie wurde 1946 gegründet, ihr gehören 45 UNO-Mitgliedstaaten an, die sich einmal im Jahr versammeln, um Herausforderungen und Fortschritte zu evaluieren und konkrete Massnahmen zu formulieren.

Zusätzliche Verweise:

Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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