30. August: Internationaler Tag der Verschwundenen 2012

Print Friendly, PDF & Email
Die Vereinten Nationen haben den 30. August zum «Internationalen Tag der Verschwundenen» erklärt.
Als «Verschwindenlassen» wird eine Form von staatlicher Gewalt bezeichnet, bei der eine Person häufig –  durch Geheimdienste – festgenommen und in Haft gehalten wird, ohne dass diese Festnahme offiziell zugegeben und der Aufenthaltsort der Person bekanntgegeben wird. Angehörige erhalten keinerlei Informationen über die Verschwundenen und werden über deren Schicksal im Ungewissen gelassen. «Verschwindenlassen» ist meistens mit Folter verbunden, da die in die Verschleppung verwickelten Personen und Organe keinem Gericht und keiner Behörde Rechenschaft ablegen müssen.

Obwohl die «Uno-Konvention zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen» seit Dezember 2010 in Kraft ist, wird diese Art von Menschenrechtsverletzung auch noch heute weltweit praktiziert. Seit 1980 sind mehr als 50 000 Fälle bekannt, in denen Personen «verschwunden» sind. Diese Zahlen reflektieren wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die Schweiz hat die Konvention im Januar 2011 unterzeichnet, die Ratifizierung steht jedoch noch aus.

Links zu weiteren Berichten über Menschenrechtsverletzungen:

Die Schweiz muss Kriegsverbrecher verfolgen!

Der Rechtlosigkeit ein Ende bereiten und Verantwortung übernehmen

Freihandelsabkommen mit China: Wo bleiben die Arbeits- und Menschenrechte?
„Gefährliche Rohstoff-Geschäfte der Schweiz“
Zwangsarbeit: Kakaoproduzenten in die Pflicht nehmen

Das Geschäft mit den Asylanten läuft für die ORS wie geschmiert
Amnesty forder Verzicht auf Level IV-Ausschaffungen

Kongo: Zivilisten und humanitäre Helfer als Opfer neuer Kämpfe
Amnesty International Petition für Nordkorea: «Tag der Sonne» im Schatten des Terrors
Breites Engagement zur Bekämpfung von Kindersextourismus

1AlleUmwelt+HumanReports14Aug

LINK ZUM BILDARCHIV

Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
Dieser Beitrag wurde unter AFRIKA, ASIEN, Destinations, EUROPA, HUMANITÄRE HILFE, INTERNATIONAL, LATIN-SUED-AMERIKA, Menschenrechte, MITTELAMERIKA, ORIENT abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.