Andermatter Sportzentrum in weite Ferne gerückt

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Orascom schreibt hohe Verluste und verschiebt den Bau des Sportzentrums auf Ende 2018 statt wie versprochen 2013. Das ist ein herber Schlag für die Bevölkerung, denn dieses war ein gewichtiger Grund, Sawiris Grossprojekt in Andermatt zuzustimmen. Der Golfplatz hatte Priorität. Auch die Eröffnung des Radisson Blue Resort wurde um drei Jahre

Seit einiger Zeit bläst Sawiri an allen Orten ein rauher Wind entgegen. Orascom war eine Erfolgsgeschichte, die nun absturzgefährdet ist. Erst kam die Wirtschaftskrise, dann der arabische Frühling, später die Euroländer-Verschuldung und die Frankenaufwertung. Diese Turbulenzen haben Sawiris Orascom einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Unternehmen ins Trudeln gebracht.

Wie labil die Sache ist, zeigen die neusten Quartalszahlen, die erst verschoben, dann kurzfristig vorgezogen publiziert wurden, um einem noch tieferen Absturz der Orascom-Aktie verhindern zu können. Zwar hebt Orascom-Sprecher Daniel Göring den positiven Cashflow von über 20 Millionen Franken hervor. Allerdings steht diesem auch ein wachsender Verlust von über 30 Millionen gegenüber.

Die Andermatt Swiss Alps (ASA) gab an der Gemeindeversammlung dieser Woche zu, dass es eine Überarbeitung der Investitionsplanung brauche und die Etappierung der Infrastrukturbauten neu terminieren müsse. Das Sporthallenprojekt müsse um fünf Jahre verschoben werden. Dafür übernehme die ASA den Transport und Eintritt der Schulkinder im Schwimmbad in Altdorf. Der Golfplatz beim Luxushotel Chedi soll hingegen schon im kommenden Jahr benützbar sein. Und das Radisson Blue Resort soll statt 2014 erst 2017 eröffnet werden.

Damit werden just jene Projekte in weite Ferne verschoben, die Voraussetzung für die Zustimmung zum Bau der 25 Grossvillen und des Golfplatzes waren. Hier zeigt sich, wie verlässlich solche Versprechen ausländischer Investoren sind. Für die Andermatter Bevölkerung wird dies wohl nicht die letzte schlechte Nachricht von der Orascom Mutter gewesen sein. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt. Fortsetzung garantiert.

Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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