Aussichtloser Kampf gegen die Nashorn-Wilderer in Afrika

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Das Shamwari Game Reserve wurde weltweit mehrfach als weltbeste Wildlife und Ökolodge ausgezeichnet. Photo: GMC Photopress/Gerd Müller

Die wachsende Nachfrage in China, Malaysia, Thailand und Vietnam nach illegalen Tierteilen wie gemahlenes Nashorn oder Tigerknochenmehl hat in Afrika eine „noch nie so hoch gesehene“ kriminelle Energie entfacht.  Was derzeit in den Steppen , National- und Wildparks Afrikas geschieht, ist katastrophal.

Im vergangen Jahr wurden laut WWF allein in Südafrika 448 Nashörner von Wilderern getötet. Für den Worldwide Fund for Nature war es das schlechteste Jahr seit 25 Jahren. Bis zum Juli 2012 wurden in Südafrika  281 Nashörner getötet, davon 164 im Krüger Nationalpark. Die Wilderer machen auch vor privaten Wildreservaten nahe Kapstadt nicht halt. Im Wildpark Fairy Glen, nur eine Autostunde von Kapstadt entfernt, kommen jährlich zehntausende von Besuchern. Und am 10 Dezember vergangenen Jahres besuchten auch professionelle Wilderer die Glen Fairy. Sie hakten dem Nashorn Higgins das Horn aus dem Kopf und durchtrennten beide Nasenlöcher um auch an den Nashornstumpf zu gelangen und ihn dort abzutrennen.

Vom Aussterben bedrohten Nashörner in Südafrika: Photo: GMC Photopress/Gerd Müller

Mit neun Kilo Horn sind sie dann geflohen. Die haben in Asien einen Marktwert von fast einer halben Million Euro, weil viele Asiaten daraus eine ganze Paletten von Wundermitteln herstellen und zu Höchstpreisen verhökern.  Im vergangenen Jahr wurden in Südafrika 2332 Wilderer angeklagt und Höchststrafen bis zu 25 Jahren ausgesprochen. Aber auch drakonische Exempel vermögen das Abschlachten nicht zu verhindern oder einzudämmen. Zu gross ist die Nachfrage in Asien, zu horrend die Gewinnspanne für windige Geschäftsleute und die „Nashorn-Mafiaclans“. Auch bei Paul Mbugunda vom kenianischen Wildlife Service (KWS) läuten die Alarmglocken Sturm. Gab es im Jahr 1970 noch 167’000 Elefanten, waren es 1990 nur noch 16’000. Heute sind es dank rigorosen Schutzprogrammen wieder rund 37’000 Elefanten in Kenja. In der ersten Jahreshälfte 2012 starben schon über 150 Elefanten durch Wilderer. Vor kurzem habe man in Nairobi eine Ladung von 600 kg Elefantenhorn gestoppt.  Wenn das so weiter geht, ist unsere Population bald wieder gefährdet

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Der Wanderreisen-Spezialist Imbach in Luzern bietet eine 15-tägige Südafrika Rundreise mit Wanderungen an, die hier mit einem Auszug aus dem Reiseprogramm beschrieben wird. Die Reise kostet pro Person ab Fr. 5750.-  und ist an folgenden drei Daten 2013 vorgesehen:

04.04.–19.04.14 Fr-Sa für 5750.–

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1. Tag: Hinflug Zürich–Kapstadt Flug mit SWISS von Zürich nach Kapstadt.  Transfer ins Hotel

2. Tag: Stadtbesichtigung Kapstadt

Vormittags machen wir eine Stadtrundfahrt zum Malaienviertel und Hafen. Bei  schönem Wetter besteht die Möglichkeit mit  der Seilbahn auf den 1087 Meter hohen Tafelberg zu fahren. Danach fahren wir die Küstenstrasse «Chapman‘s Peak» zur Bucht «Hout Bay». Wir unternehmen eine erste Wanderung der Küste entlang. Weiterfahrt zum Naturreservat Kap der guten Hoffnung. Dort gehen wir zu Fuss oder mit der Bahn zur Kapspitze, um die Aussicht auf das Meer zu geniessen. Nach der Wanderung auf dem Silvermine Trail gelangen wir am späten Nachmittag zurück nach Kapstadt. Wanderzeit ca. 3 Stunden.

3. Tag: Wellington und Bain‘s Kloof Pass.

Wir fahren von Kapstadt über den  Bain‘s Kloof Pass nach Wellington. Von hier aus unternehmen wir eine Wanderung dem Fluss entlang bis zum eindrücklichen Wasserfall. Danach Weiterfahrt nach Paarl in unser Hotel mit Spa. Nachmittag zum geniessen und entspannen. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

4. Tag: Schulbesuch und Weindegustation.

Wir lernen den Rektor  und einige Lehrer der  Schule kennen und erhalten einen Einblick in den Schultag. Die Hauptsprache der Schule ist Xhosa, eine der zwölf Landesprachen von Südafrika. Anschliessend kurze Fahrt nach Stellenbosch zu einem Weingut mit einer Kellerführung und einer Weindegustation. Nach einem Spaziergang durch die zweitälteste Stadt Südafrikas  haben Sie den Nachmittag zur freien Verfügung.

5. Tag: Pinguinkolonie in Betty‘s Bay.

Unsere Fahrt der Küste der «False Bay» entlang führt uns nach Betty‘s Bay wo wir eine unbekannte Pinguinkolonie besuchen. Danach unternehmen wir eine Wanderung im Harold Porter National Botanischen Garten. Dieses Naturreservat ist über 100‘000 ha gross und liegt am Fusse der Küstenbergkette. Der Garten ist sehr bekannt für seine seltenen Orchideen. Weiterfahrt über den Tradouw Pass und über die Route 62 nach Oudtshoorn in die Halbwüste Kleine Karoo.

6. Tag: Straussenfarm und Robberg Naturreservat.  

Oudtshoorn ist das weltgrösste Zentrum der Straussenzucht. Auf der nördlichen Seite der  Berge ist es trocken und heiss und es gibt nur  spärliche Vegetation. Dies sind die idealen  Voraussetzungen für die Aufzucht von Straussenvögeln. Wir unternehmen eine interessante Führung durch die Farm. Anschliessend Passfahrt über den imposanten Quteniqua  Pass nach George und weiter durch das Seengebiet in das Tsitsikamma Urwaldgebiet. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

7. Tag: Tsitsikamma National Park

Wir unternehmen eine Wanderung auf einem  Teil des berühmten Otter Trails. Der Park besteht aus dem ursprünglichen Urwald mit seinen alten, bis zu 40 Meter hohen Bäumen und einen 5,5 Kilometer breiten Streifen des küstennahen Meeres. Diese massiven Gelbholzbäume sind über 800 Jahre alt. Zudem gibt es eine artenreiche Vogelwelt. Der Weg führt uns  an der felsigen Küste entlang und es besteht  die Möglichkeit weiter bis zur Hängebrücke zu  wandern. Nachmittag zur freien Verfügung.  Wanderzeit ca. 3 Stunden.

8. Tag: Weiterflug nach Durban

Flug mit SOUTH AFRICAN von Port Elizabeth nach Durban und Transfer ins Hotel.

9. Tag: Durban–Mkuze

Vormittags bleibt etwas Zeit um die Stadt zu  entdecken. Anschliessend Fahrt an vielen Zuckerrohrplantagen und Wäldern vorbei in Richtung Norden nach Mkuze.

10. Tag: Safari im Mkuze Tierreservat

Frühmorgens starten wir von unserer Lodge aus ins Mkuze Tierreservat. Am Eingangstor begrüsst uns der Ranger. Wir unternehmen eine ca. dreistündige Safari im Geländewagen. Am Nachmittag erleben wir eine Safari zusammen mit einem Ranger zu Fuss. Mehr als 400 verschiedene Vogelarten, wie beispielsweise der Weisskopfadler und auch Antilopen, Büffel, Giraffen und Nashörner sind im Reservat zu finden. Mit etwas Glück sehen wir auch einen Geparden oder Leoparden. Wanderzeit ca. 3½ Stunden.

11. Tag: Pongola–Barberton

Unsere Reise führt nach Pongola und Barberton. Während der Fahrt erfahren wir viele spannende und interessante Sachen über Land und Leute. In Barberton, eine ehemalige Goldgräberstadt, machen wir eine Pause.

12. Tag: Kruger National Park

Ganztägige Pirschfahrt im Reisebus im Kruger National Park. Es besteht die Möglichkeit eine fakultative ganztägige Pirschfahrt im offenen Geländewagen im Kruger National Park zu unternehmen. Abends geniessen wir einen typisch südafrikanischen «Braai» – ein Barbeque unter freiem Sternenhimmel.

13. Tag: White River–Rustenburg

Eine eindrucksvolle Fahrt führt uns vom «Loveld» in das «Highveld», ein Hochplateau. In Belfast erreichen wir eine Höhe von über 2000 Meter. Hier befindet sich auch die höchst gelegene Eisenbahnstrecke Südafrikas.

14. Tag: Kedar Privat Naturreservat

Wir unternehmen eine Wanderung durch das Reservat oder geniessen den Tag in der Lodge. Abends geniessen wir ein gemeinsames Ab-schiedsessen und lassen unsere Eindrücke der letzten Tage nochmals Revue passieren. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

15. Tag: Pretoria und Rückflug

Wir besuchen die Regierungshauptstadt Pretoria. Wir besuchen das «Voortrekker Monument» und weitere Höhepunkte wie die weltgrösste Fernuniversität «Unisa», das Regie-rungsgebäude und den Church Square. Auf diesem Platz stand die erste Kirche. Einige Gebäude von historischem und architektonischem Wert sind bis heute noch erhalten. Anschliessend Fahrt zum Flughafen nach Johannesburg. Flug mit SWISS von Johannesburg nach Zürich.

16. Tag: Ankunft in Zürich. Frühmorgens Ankunft in Zürich

 

IMBACH-Leistungen

■  Flug inkl. Taxen und Gebühren

■  Begleitfahrzeuge für Ausflüge und

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■  Safari Kruger National Park im Geländewagen ca. 800 ZAR / 90 CHF

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CH-6000 Luzern 6

Telefon: +41 (0)41 418 00 00

E-Mail: info@imbach.ch

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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2 Kommentare zu Aussichtloser Kampf gegen die Nashorn-Wilderer in Afrika

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