Bern macht vorwärts bei internationalen Standards für sichere Futtermittel

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Bern, 08.02.2013 – Eine internationale Task Force zur Erarbeitung von Empfehlungen für eine weltweit höhere Lebensmittelsicherheit und faire Praktiken im globalen Futtermittelhandel hat diese Woche in Bern in einer weiteren Beratungsrunde zwei Richtlinien zur Erkennung und Beurteilung von Risiken erarbeitet. Die Entwürfe sollen im Juli in Rom international verabschiedet werden.

Dank sicheren Futtermitteln geniessen wir gesunde Milch, Eier und Fleisch. Oft müssen aber Lebensmittel wegen Verunreinigung durch schadhafte Futtermittel vernichtet werden. Die Schweiz will aktiv mithelfen, solche Risiken weltweit frühzeitig zu erkennen und möglichst zu vermeiden. Im Auftrag des „Codex Alimentarius“, einer Tochterorganisation der UNO-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung FAO, hat das Bundesamt für Landwirtschaft BLW vor zwei Jahren die Leitung einer internationalen Task Force übernommen. Diese Woche haben über 140 Experten aus 42 Ländern an einer zweiten Beratungsrunde teilgenommen.

Die Task Force hatte den Auftrag, zwei Richtlinien zur Erkennung und Beurteilung von Risiken in Futtermitteln zu erarbeiten. Heute Freitag konnten beide Entwürfe abgeschlossen und zur internationalen Verabschiedung im Juli nach Rom geschickt werden. International harmonisierte Richtlinien werden einerseits dazu beitragen, Futtermittel und damit auch Nahrungsmittel sicherer zu machen. Andererseits werden mit diesen Richtlinien allgemein gültige faire Handelspraktiken gewährleistet. Futtermittel zählen zu den weltweit wichtigsten Handelsgütern.

Der Codex Alimentarius ist eine Sammlung international harmonisierter Lebensmittelstandards, welche auf globaler Ebene dem Status von Empfehlungen entsprechen. Obwohl diese nicht rechtsverbindlich sind, ist ihre Bedeutung gross. Sie dienen der Welthandelsorganisation (WTO) als Referenz bei Handelsstreitigkeiten.

Herausgeber: Bundesamt für Landwirtschaft  www.blw.admin.ch

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