Das Kraut, das keinen kalt lässt und heiss gehandelt wird

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Hanf ist gesund,  vielseitig verwertbar, nachhaltig und ökonomisch ohne Pestizide und Dünger fast überall in Europa anbaubar. BIld: GMC Photopress

Hanf ist gesund, vielseitig verwertbar, nachhaltig und ökonomisch ohne Pestizide und Dünger fast überall in Europa anbaubar. Bild: GMC Photopress

Hanf ist eine Nachtschatten-Nutzpflanze, so einzigartig ertragsreich und vielseitig verwendbar, wie kaum eine andere. Vergleichbar mit der Kokosnusspalme in den Tropen, die ebenfalls äusserst gut gedeiht und ergiebig ist.

Nebst Arznei, Drinks, Drogen, Textilfasern, Seilen, Sitzbezügen, Teppichbeläge und Polster für die Autoindustrie lassen sich mit Hanf auch Dämmstoffe für den Haus- und Fahrzeugbau, Rohzellstoff für die Papierindustrie, Öl und Bio-Energie sowie Nahrungs- und Kosmetikmittel herstellen. Auf ökologisch nachhaltige und ökonomische Art. Hanf kommt ohne Pestizide und Dünger aus und wächst fast überall. Doch zunächst einmal ein kurzer Überblick zur Geschichte des Hanfs und seines weltumspannenden Wirkungsgrades. 

10’000 v. Chr.: Hanfanbau in China zur Textilgewinnung, als Nahrungsmittel und Medizin

5500 v. Chr.: Frühester Fund von Cannabissamen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands (Eisenberg/Thüringen)

3700 v. Chr.: Erste schriftliche Erwähnung des Hanfs in Pen Tsao, einem chinesischen Arzneibuch des Kaisers Schen Nung

484 v. Chr.: Heredot berichtet vom Hanfgebrauch der Skythen und Thrakier

800 n. Chr.: Karl der Grosse ordnet mit einem Gesetz an, dass in seinem Reich Hanf angebaut werden muss

1150: Hilgegard von Bingen erforscht in ihren medizinichen Werken die Heilpflanze Hanf

1455: Die auf Hanfpapier gedruckte Gutenberg-Bibel wird fertiggestellt

ab 1500: Hanf findet sich bis hinein ins 20 Jahrhundert in jedem Arzneibuch

1765: George Waschington, erster Präsident der USA, läst Hanf anbauen

1912: Hanf erscheint auf der Verbotsliste der 1. Internationalen Opiumkonferenz

1924: Die 2. Int. Opiumkonferenzu erlässt weltweit ein Gesetz zur Drogenkontrolle und setzt Hanf mit auf die Verbotsliste

ab 1939: Der Hanfanbau wird weltweit(infolge des Krieges und der abgeschnittenen Importe für Faserpflanzen) forciert.

1945: Nach dem Ende des Krieges geht der Hanfanbau in der westlichen Welt bis zur Bedeutungslosigkeit zurück.

1964: Gründung der Legalize Cannabis Campaign in Grossbritannien

1972: Erste „Coffee-Shops“ in Amsterdam

1980: Erste internationale Cannabiskonferenz in Amsterdam

1994: Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland, das für den Besitz kleiner Mengen und den Konsum von Cannabisprodukten strafffreiheit fordert

1996: Der Anbau von THC-armem Hanf ist in Deutschland wieder gestattet

Drogenpolitische Abstimmungen in der Schweiz

Im Gegensatz zu Deutschland kann in einigen Ländern, wie beispielsweise in der Schweiz, das Volk über Drogenpolitische Gesetzgebungen entscheiden. Das Thema beschäftigte die Schweizer Bevölkerung in den 90er Jahren mehrmals. Die Abstimmung „Jugend ohne Drogen“ wurde in den Medien heftigst debattiert.

In politischen und kirchlichen Kreisen rauchten im Abstimmungskampf die Köpfe der Befürworter und Gegner, als es in erster Linie um die kontrollierte Heroinabgabe ging. Mit dem Entscheid bewies die Schweizer Bevölkerung, Liberalität, Pragmatismus und Voraussicht, denn das Modell der kontrollierten Heroinabgabe an Schwerstsüchtige und das Methadonabgabe Fixerstuben waren eine wegweisende Weichenstellung mit dienten später weltweit auch als Vorzeigemodell.

Erst die Bevölkerung konnte den vehementen Widerstand seitens des damaligen Kantonsarztes Gonzague Kistler und des kantonalen Gesundheitsdirektors Peter Wiederkehr brechen, als sie die kostenlsoe Spritzenabgabe an Schwerstsüchtige (zur HIV-Prävention) befürworteten. Die beiden mussen sich vorwerfen lassen, Menschenleben aufgrund einer abstrakten Abstinenzparadigmas aufs Leben zu setzen, statt Schwerstsüchtige als Kranke zu anerkennen und ihnen medizinische Hilfe anzubieten.

Nur hat es die Schweizer Bevölkerung bisher leider verpasst, sich endlich zu einer noch liberaleren Haltung gegenüber Betäubungsmitteln durchzuringen und so auch hier in erster Linie medizinische Langzeitpatienten zu therapieren, ihren Schmerzen zu verringern und auch Todkranken zu helfen. 

Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Hanfkrautes

 

 

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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