Die “Mutter aller Kuren” ist auch für Europäer ein Lebenselixier

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Buddhistische Mönche verkaufen die Ayurveda-Medzin, die sie nach uralten Rezepten hergestellt haben, an Apotheken,  Spitäler und Ayurveda-Resorts. Bild: GMC Photopress/Gerd Müller

Buddhistische Mönche verkaufen die Ayurveda-Medzin, die sie nach uralten Rezepten zhergestellt haben, an Apotheken und Spitäler. Bild: GMC Photopress/Gerd Müller

Höchste geistige, seelische und körperliche Fitness sowie Harmonie mit der Umwelt hat die uralte asiatische Heilkunde Ayurveda zum Ziel. Keine andere Medizin der Welt weist ein derart allgemeingültiges, tiefgreifendes und ganzheitliches Reinigungssystem auf, wie die ayurvedische Pancha Karma-Kur. Die Mutter aller Kuren vollbringt Erstaunliches. Allmytraveltips-Autor Gerd Müller ist an den Ursprung der Ayurveda-Medizin gereist und hat die besten Ayurveda-Resorts in Kerala für Sie getestet.

Schon das Wort Ayurveda wirkt magisch. Die Wortkombination “Ayur” und “Veda” heisst übersetzt  die “Lehre des Lebens”. Was vor über 5000 tausend Jahren in Nordindien entwickelt wurde, ist ein ganzheitliches Natursystem, das Körper, Geist und Seele als Einheit und den Menschen als Individum ansieht. Denn: Die Ayurveda-Philosophie geht davon aus, dass alle Materie, so auch der Mensch, auf die fünf Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum, zurückzuführen ist.

Indien: Ayurvedische Nasenbehandlung im Somatheeram in Kerala. Bild: z.V.g.

Indien: Ayurvedische Nasenbehandlung im Somatheeram in Kerala. Bild: z.V.g.

Aus der Verbindung der fünf Elemente bilden sich drei Grundkonstitutionen, die sogenannten “Doshas”, die man als Bioenergien versteht. Und die gilt es in Balance zu halten. Die drei Säulen der Gesundheit sind “Ahar” (Ernährung), “Nidra” (Schlaf) und “Brahmacarya” (menthale Ethik). Der ayurvedische Gesundheitsbegriff umfasst also Körper, Geist und Seele und geht dabei noch einen Schritt weiter als die Weltgesundheitsorganisation, die Gesundheit lediglich als ein “Zustand des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens” definiert. Doch Ayurveda zieht auch die Erkenntnis und Harmonie mit den Mitmenschen sowie Weisheit und spirituelle Tugenden  mit ein.  Ziel ist es auf ausgewogenem und konstant hohen Niveau zur sattivischen Energie zu gelangen und sozusagen zur spirituellen Quelle unseres Individums vorzustossen. Ayurveda geht davon aus, dass in der Natur alles wächst, was es braucht um die Menschen gesund zu machen und zu erhalten. So werden Pflanzen, Mineralien, Aschen, Salze, Rinden, Hölzer, Wurzeln und tierische Produkte gekocht, pulverisiert und zu Pillen, Tabletten, Crèmes und Ölen verarbeitet. Das zartgelbe Sesamöl ist die Basis aller Massageöle. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren und macht spröde Haut weich und glatt. Dem Sesamöl, mischt der Ayurveda-Arzt andere natürliche Zutaten bei, die er spezifisch auf den Dosha-Typ abstimmt. Das Öl kann so optimal auf die individuelle Konstitution jedes Menschen einwirken. Am Ursprung der fast 5000 jährigen Medizin Wer mit einer richtigen Ayurveda-Kur liebäugelt und nicht einfach ein Stirnguss im Wellnesscenter will, der kommt nicht umhin, nach Indien oder Sri Lanka zu reisen. Schon aus Kostengründen wird die geneigte Leserschaft einen Urlaub in Indien samt einer zweiwöchigen Pancha-Karma und einer Rundreise in Kerala in Betracht ziehen. Denn für denselben Betrag, den man hierzulande für eine Pancha-Karma-Kur ausgibt, ist  man – Flugticket und Rundreise inklusive – am Ursprung von Ayurveda in Indien. In Kerala sind die meisten auf europäische Bedürfnisse zugeschnittenen Ayurveda-Resorts angesiedelt. Wer die Sache ernst nimmt, kommt nicht umhin, mindestens zwei besser noch drei Wochen Zeit zu investieren. Denn eine gründliche und verträgliche Ayurveda- Reinigungskur braucht so lange. Denn in der ersten Woche wird der Körper nach der Diagnose und Dosha-Typ-Bestimmung durch Massagen, Medizin und die richtige Ernährung auf die Entgiftung vorbereitet. Die zweite Woche ist für die verschiedenen Ausleitungsverfahren reserviert. Danach kommt die Regenerationsphase. Abhayanga-Behandlung setzt “sattivische Energie” frei Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Synchronmassage, “Abhayanga” – auch als “Massage der liebenden Hände” bekannt. Mit gleichmässigen Handbewegungen der beiden Therapheuten wird das Kräuteröl in die Haut einmassiert, damit es ins Gewebe, die Blut- und Nervenbahnen einzieht und die Gift- und Schlackstoffe isoliert. Warme, mit Reis gefüllte Kräutersäckchen werden auf die Haut getupft. So werden die Nervenenden aktiviert und auf grob- und feinstofflichem Wege wird das medizinische Oel in die Gewebeunterschicht  transportiert und das ganze System geölt. Durch die Nervenbahnen gelangen die Stoffe bis zum Hirn und übers hormonelle System weiter im Körper herum, wobei die harmonisierende Wirkung der Doshas im Zentrum steht. Denn nur so wird die “sattivische Energie” freigesetzt, die alles enthält, was unsere Selbstheilungskräfte fördert. Dazu gehört auch ein Blick auf die Situation und das Leben der indischen Bevölkerung. Denn: Es ist ein heilsamer Schock, wenn man sich die Lebensumstände hier in Indien und die Sorgen der Leute im Westen vor Augen hält. Man sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Keralas Kulturgüter und Landschaftspracht sowie die 530 Kilometer Küste anzusehen, wenn man eine Ayurveda-Kur in Indien macht. LINK ZUM BILDARCHIV Link zur Themen- und Destinationsübersicht Links zu weiteren Ayurveda-Reportagen:

Ayurvedische Augenbehandlung im Surya Lanka in Sri Lanka, tut auch Europäern gut. BIld: GMC Photopress/Gerd Müller

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Von der Renaissance der „Wissenschaft des Lebens“ Ayurveda im Reich der liebenden Hände Hyppokrates war der erste Ayurveda-Apostel Ayurveda: Wie ein Mahardja behandelt werden Ayurveda: Am Puls einer uralten Medizin Ayurveda-Experte im Stock Hotel im Tiroler Finkenberg Mit Yoga Tanz-Energien ins Fließen bringen: danceyoga™ in motion Winter Blues ade – Wie Ayurveda Sonne ins Herz bringt Auf dem Weg zum Gleichgewicht_Südostschweiz     Am Puls einer uralten, faszinierenden Medizin_Wellness Live             

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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