Die SBB sind zu teuer geworden und verlieren Passagiere

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Steigen die SBB-Preise weiter an, verlieren die Schweizerischen Bundesbahnen weitere Passagiere, die wieder aufs Auto umsteigen.

Erstmals seit dem Bau der Bahn 2000 verzeichnen die SBB rückläufige Passagierzahlen. Verbände des öffentlichen Verkehrs sehen die Verlagerung des Personenverkehrs auf die Schiene in Gefahr und verlangen den vorläufigen Verzicht auf weitere Preiserhöhungen. Der VCS warnte Bundesrätin Leuthardf, als die Verkehrsministerin im Herbst die Eisenbahnfinanzierung vorstellte und weitere Preiserhöhungen um bis zu 20% in den Raum stellte, „die Kundschaft des öffentlichen Verkehrs nicht zu vergraulen“.

Auch Ueli Stückelberger, Dirktor des Bahnbranchenverbandes (VöV) sagte gegenüber der SonntagsZeitung, dass die Entwicklung zeigt, dass wir in Zukunft bei der Preisgestaltung vorsicht und sensibler sein müssen“. In der Tat zeigen die Zahlen, dass die Schmerzgerenze erreicht ist: Die Verkehrsleistung der SBB ist im ersten Halbjahr von 8,7 auf 8,5 Milliarden Personenkilometern gesunken. Der Ertrag aus dem Personenverkehr ist in dieser Zeit um einen Drittel auf 65 Millionen Franken gesunken.

SBB-Sprecher Daniel Bach führt den markanten  Rückgang auf die Euro-Krise und weniger ausländische Gäste zurück. Er gibt aber auch zu, dass „wir im nationalen Freizeitverkehr ebenfalls einen Rücklgang hatten“. Was den Schluss zulässt, dass wer pendelt auf den Zug angewiesen ist, in der Freizeit aber lieber aufs Auto umsteigt.

Pro Bahn-Präsident Kurt Schreiber verlangt von Bundesrätin Leuthard, dafür zu sorgen, dass die Tariferhöhungen unter der Jahresteuerung bleiben. Franziska Teuscher vom VCS und SP-Nationalrätiin Evi Allemann fordern den Bundeasrat dazu auf, in Zukunft mehr statt weniger Geld in den öffentlichen Verkehr zu stekcen und diesen notfalls über Benzinabgaben zu finanzieren.

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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