Genf ist grüner, als alle anderen EU-Städte

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Die Rhonestadt ist bei der Finanzierung nachhaltigen Projekte führend in Europa und positioniert sich als „Welthauptstadt für Umweltfragen“.

In Genf werden zur Zeit über 30 Prozent der weltweiten Finanzmittel für Mikrokreditfinanzierungen abgewickelt. Dabei spielt nicht nur die Dichte der UN-Organisationen und NGO’s und Universitäten, die sich mit sozial-ökonomischen Studien befassen eine bedeutende Rolle, auch Finanzdienstleister wie die Privatbanken Ivan Pictets, Lombard  & Odier  sowie die Union Bancaire Privée haben nach der Klimakonferenz in Rio ihr Portfolio stark auf Nachhaltigkeit du erneuerbare Energien ausgerichtet. Ins Sustainable Finance eingestiegen waren damals auch die kantonale Pensionskasse der Staatsangestellten, die Anlagestiftung Ethos und die Genfer Kantonalbank.

Von Bedeutung für diese Finanzdienstleister ist die enge Zusammenarbeit von UN-Institutionen, NGO’s, Universitäten und anderen Organisationen aus denen exemplarische Projekte, wie dasjenige  des Uno-Umweltprogrammes (UNEP) und der  NGO Global Footprint Network hervorgehen: Beim  Global Footprint Network wird für jedes Land eine Analys erstellt, wieviele Ressourcen es produziert und verschlingt.

Dieser Index wird dann über den Finanznachrichtensender Bloomberg an die Finanzwelt und Investoren kommuniziert. Damit sollen Investoren eine Risikoanalyse erhalten, die sie unter Umständen davon abhalten, in Ländern zu investieren, welche einen negativen Index aufweisen. Die französische Caisse des Depôts und die deutsche KFW-Bankengruppe finanzieren den Index, den Pictet, Sarasin und andere Green-Investment-Banken dann gegen Entgeld beziehen, um sie wiederum für die Analyse ihrer Sustainable Finance Portfolios zu analysieren.

Raubbau an den Wäldern und Bodenschätzen oder die Überfischung der Küsten- und Binnengewässer stellen potentielle Risiken für die ökonomische Entwicklung eines Landes dar. Daraus könnten Umweltprobleme, Versorgungskrisen und soziale Konflikte entstehen, die auch für die Investoren  von Schaden sind.

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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