Historisches Urteil in Guatemala. Ex-Präsident wegen Genozid verurteilt

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Die Verurteilung des ehemaligen guatemaltekischen Präsidenten Efraín Ríos Montt wegen Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist ein historischer Schritt zur Gerechtigkeit in Guatemala.

Efraín Ríos Montt wurde am 10. Mai 2013 zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist verantwortlich für die Ermordung von 1’771 Personen sowie die Zwangsumsiedlung von Zehntausenden aus dem Departement Quiché während des bewaffneten Konflikts in Guatemala. Der damalige Geheimdienstchef General Mauricio Rodrigues Sánchez wurde unter denselben Anklagepunkten freigesprochen.

Laut der von den Vereinten Nationen eingesetzten Wahrheitskommission sind im internen bewaffneten Konflikt Guatemalas (1960 bis 1996) 200’000 Menschen ermordet worden, über 80 Prozent davon entstammten der Maya-Bevölkerung. Guatemala muss dieses historische Urteil zum Anlass nehmen, alle zur Rechenschaft zu ziehen, die während des bewaffneten Konflikts an den Ermordungen, Folterungen, Vergewaltigungen und dem Verschwindenlassen von Personen beteiligt waren.

Den Bericht „Historic conviction brings long-awaited justice in Guatemala“ auf englisch lesen.  (Quelle: Amnesty International)

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