IPPC: Schon «2/3 des CO2-Budgets aufgebraucht»

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Der UNO-Klimarat (IPPC) hat Anfang Woche die Kurzfassung des Berichtes mit Delegationen der UNO-Vertragsstaaten verhandelt. Mehr als 800 Wissenschaftler aus der ganzen Welt arbeiteten am gut 2000 Seiten starken Bericht über den Zustand der Erde. Ihr Fazit ist eindeutig: Die Erde wird sich weiter erwärmen, das ist gewiss, denn zwei Drittel des CO2-Budgets sind schon aufgebraucht. Eine politische Lösung ist hingegen nicht in Sicht.

Der IPPC-Bericht provoziert auch in der Schweizer Politik neue Forderungen, da  der Klimawandel den Alpenraum besonders betrifft. Das ist zwar keine neue Erkenntnis, denn schon im erste Klimabericht 1997 war davon die Rede und erste Modelle belegten einen ungemein höheren Anstieg der Temperaturen im Alpenraum als im weltweiten Durchschnitt. Dadurch wird erst einmal klar wie träge die Politik und Gesellschaft auf die Bedrohung reagiert.  Seit bald 20 Jahren sind die Anzeichen für den Klimawandel bekannt . Passiert ist nichts substanzielles. Reine Pflästerli-Politik hier und dort. Es gibt keinen westlichen  Industriestaat, der es geschafft hätte, die Kyoto-Ziele umzusetzen.  Auch in der Schweiz hat sich der CO2-Ausstoss erheblich vergrössert statt vermindert.

Mehr als 90 Prozent der Wärmeenergie, die sich seit 1971 im globalen Klima angereichert haben, ist in den Ozeanen gelagert. Deshalb ist die Meeresoberfläche kontinuierlich stärker erhitzt worden. Dadurch sidn die Eisschilde erheblich zurückgegangen, was für den Anstieg des Meeresspiegels sorgte. Und so wird es weitergehen. Das Szenario einer eisfreien Arktis ist bedenklich realistischer geworden. Auch der menschliche Einfluss auf diesen Anstieg ist zu 90 Prozent gesichert, sagt der Berner Klimaforscher Thomas Stocker, der CO-Vorsteher der Arbeitsgruppe 1 des Klimarates ist.

Es kommt bei der Erderwärmung essentiell darauf an, wieviel CO2 der Mensch insgesamt in die Luft entlässt. Die Forscher sprechen vom Kohlenstoff-Budget. Dieses müsse dringendst erheblich reduziert werden, da schon 2/3 des Budgets aufgebraucht seinen, um die 2 Grad Anstiegsgrenze allenfalls noch zu erreichen. Für den ETH-Forscher und IPPC-Leadautor Reto Knutti ist dies die wichtigste Botschaft des Klimarates an die Politik und die Menschen.

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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