Klimapolitik: 6. Bericht der Schweiz zuhanden der Klimakonvention

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Bern, 03.02.2014 – Am 3. Februar 2014 hat die Schweiz ihren 6. nationalen Bericht zuhanden der UNO-Klimakonvention eingereicht. Der Bericht fasst die Klimapolitik der Schweiz bis ins Jahr 2020 zusammen und gibt Aufschluss über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2011, über die Massnahmen zur Emissionsminderung, über die Auswirkungen der Klimaänderungen, über die Anpassungsmassnahmen sowie über die Beiträge der Schweiz im Bereich der Klimaforschung.

Das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen schreibt vor, dass die Industrieländer in regelmässigen Abständen über ihre Anstrengungen zur Einhaltung ihrer Klimaschutzverpflichtungen Bericht erstatten müssen. Jene Staaten, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, müssen zudem ihre Fortschritte in Bezug auf die im Protokoll festgehaltenen Ziele darlegen. Mit ihrem 6. nationalen Bericht zuhanden der Klimakonvention, der gleichzeitig der 3. Bericht zuhanden des Kyoto-Protokolls ist, kommt die Schweiz dieser Auflage nach.

Abrechnung für den ersten Verpflichtungszeitraum im April 2014

Seit ihrem letzten Bericht aus dem Jahr 2009 (bis im Jahr 2007 gemeldete Emissionen) hat die Schweiz jedes Jahr zwischen 50 und 54 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestossen. Dies entspricht zwischen 6,3 und 6,9 Tonnen CO2 pro Kopf. Zwischen 2007 und 2011 lässt sich kein einheitlicher Trend erkennen. Ausschlaggebend für die Veränderungen bei den Emissionen waren vor allem die Wetterbedingungen im Winter, von denen der Brennstoffverbrauch abhängt. 2011 lagen die Emissionen 5,6 Prozent tiefer als 1990. Die Schweiz hatte sich unter dem Kyoto-Protokoll verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zwischen 2008 und 2012 um 8 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu verringern. Dank der Anrechnung der im Ausland erworbenen Emissionsreduktionszertifikate und der Senkenleistung der Schweizer Wälder dürfte die Schweiz dieses Ziel erreichen. Die endgültige Abrechnung wird im April 2014 erstellt und anschliessend der Klimakonvention zur Genehmigung unterbreitet.

Für den Zeitraum 2013-2020 hat die Schweiz ein Emissionsreduktionsziel von -20 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 festgelegt. Der Bericht vermittelt einen Überblick über die in allen betroffenen Sektoren bereits ergriffenen und geplanten Massnahmen, die gewährleisten sollen, dass dieses Ziel bis 2020 erreicht wird.

Temperaturanstieg um 1,75 Grad Celsius seit 1864

Der Bericht skizziert ferner die Auswirkungen der Klimaänderungen auf die Umwelt und die Gesellschaft in der Schweiz. Als Grundlage dafür dienten in erster Linie die Szenarien zur Klimaänderung in der Schweiz CH2011. Zwischen 1864 und 2012 wurde ein Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um 1,75 Grad Celsius gemessen. Im Bericht wird auch der 2012 verabschiedete erste Teil der Strategie des Bundesrates zur Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz vorgestellt. Schliesslich nennt der Bericht die Projekte im Bereich der Klimaforschung und der systematischen Beobachtung des Klimawandels, an denen die Schweiz teilnimmt. 2011 waren Schweizer Forschende an nahezu 290 Projekten beteiligt. Knapp 160 Projekte wurden mit durchschnittlich 140 000 Franken pro Jahr vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung unterstützt.

Der Bericht der Schweiz zuhanden der Klimakonvention ist im Internet veröffentlicht. Ab Mitte April 2014 wird eine für eine breite Leserschaft überarbeitete Fassung in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache verfügbar sein.

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