Michel Rey vom Baur au Lac in Zürich übergibt Zepter nach 30 Jahren an Wilhelm Luxem

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Für mehr als ein Drittel dieser Epoche bleibt der Name Rey mit dem Erfolg dieses Schweizer Traditionshotels, welches längst legendäre Bedeutung erlangt hat, untrennbar verbunden. Nun übergibt Michel Rey das Zepter an Wilhelm Luxem, der das Schwesternhotel des Baur au Lac, das Excelsior Hotel Ernst in Köln,

Georges Rey – übrigens ein Grossneffe des berühmten César Ritz – trat 1984 in den Ruhestand, nachdem er während annähernd 30 Jahren das weltweite Renommé des Baur au Lac als geschäftsführender Direktor wesentlich mitgeprägt hatte; damals wohl kaum ahnend, dass sein Sohn Michel eines Tages noch einmal rund 30 Jahre zum Engagement der Familie Rey für das Baur au Lac hinzu addieren sollte. Georges und Michel Rey haben 60 Jahre Schweizer Hotelgeschichte mitgeschrieben.

Als Charles Kracht Anfang der Achtzigerjahre Michel Rey an die Spitze des Baur au Lac Managements berief, stand die Schweizer Luxushotellerie vor dramatischen Umbrüchen. Nicht alle der lange etablierten Residenzen hatten den rechten Zeitpunkt erkannt, sich an einem neuen Stil des Reisens, der mobilen Geschäftstätigkeit, den gewandelten Bedürfnissen anspruchsvoller Gäste zu orientieren; in einer immer kleiner werdenden Welt, in der das globalisierte Business zunehmend den Takt vorgibt. Mit engagierter Unterstützung der Besitzerfamilie des Baur au Lac stellte sich Michel Rey diesen Herausforderungen und schickte sich an, ein neues, wichtiges Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Baur au Lac aufzuschlagen.

In gemeinsamer Anstrengung mit Besitzer Andrea Kracht gelang es ihm, die Position des Baur au Lac unter den Spitzenhotels Europas besonders während der letzten Jahre immer weiter auszubauen. Und als «spiritus rector» eines hervorragend ausgebildeten Mitarbeiterstabs, verhalf Michel Rey dem Service im Baur au Lac zu veritabler Weltgeltung. Erst kürzlich erwiesen die Experten von «Leading Hotels of the World» dem Baur au Lac ihre Reverenz und verliehen ihm gleich zweimal den begehrten Commitment to Quality Award als «Best Hotel of Europe».

Die Belegungsquoten des Baur au Lac sind exzeptionell, aus Belegungszahlen lässt sich jedoch noch nicht auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels schliessen. Konsequente Preispolitik und kluges, vorausschauendes Handeln des Managements haben entscheidend dazu beigetragen, ein RevPAR zu erwirtschaften, mit dem das Baur au Lac – zumindest in der Schweiz – wohl einzig dastehen dürfte.

Nicht zuletzt dank seiner ausgezeichneten Beziehungen zu den Opinion Leaders des gehobenen Reisemarktes sowie zahlreichen Führungspersönlichkeiten in der ganzen Welt – in jüngerer Zeit insbesondere in Moskau und Beijing – konnte Michel Rey das Baur au Lac auch an den neuen Märkten als eine der exklusivsten Destinationen Europas und der Schweiz etablieren und ins Bewusstsein weiterer potentieller Gäste rücken.

Als Glücksfall stellte sich auch die kurz auf die Berufung Michel Reys erfolgte Entscheidung der Familie Kracht heraus, dessen Ehefrau Viviane ebenfalls ins Management zu holen. Ihr gelang es, dem berühmten «Spirit of the Baur au Lac» immer wieder neue Impulse zu verleihen. Ihre Energie und ihr Charme, ihre Loyalität auch im zwischenmenschlichen Umgang mit den Mitarbeitern, haben massgeblich zu jenem Klima beigetragen, welches sich den Gästen allenthalben mitteilt. In ihrem Streben nach Perfektion wurde sie während der unablässigen Erneuerungen und Renovationen im Hotel über die Jahre von Marguita Kracht tatkräftig und inspirierend unterstützt. Zusammen mit wechselnden Designern haben beide, immer um ein optimales Wohlfühl-Empfinden ihrer Gäste bemüht, den unverwechselbaren, individuellen Stil des Baur au Lac geprägt. Zimmer, Suiten und Gesellschaftsräume des Baur au Lac, die erst vor kurzem komplett erneuert wurden, spiegeln ihr Engagement wider.

Für die Bewältigung erneut anstehender Renovierungen hat sich Viviane Rey dankenswerterweise bereit erklärt, dem Baur au Lac noch eine Weile erhalten zu bleiben. Nach dem endgültigen Entscheid Michel Reys, zum Ende des Jahres 2012 das operative Geschäft im Baur au Lac aus den Händen zu legen, nahm die Suche nach einem geeigneten Nachfolger Gestalt an. Im Verlauf der damit verbundenen Evaluation geriet sehr bald ein Hotelfachmann in den Fokus, der sich durch seine berufliche Vita empfahl. Wilhelm Luxem, der seine Management-Qualitäten bereits in einigen Leading Hotels of the World, Brenner’s Park Hotel in Baden-Baden, dem spektakulären Hayman Island Resort in Australien und bei der Eröffnung des Anassa Resort auf Zypern und The Oberoi auf Mauritius unter Beweis gestellt hatte.

In den vergangenen acht Jahren hat Wilhelm Luxem mit grossem Erfolg das Schwesterhaus des Baur au Lac, Excelsior Hotel Ernst in Köln, geleitet. Als sich seinerzeit für diese Position eine Vakanz abzeichnete, war für Andrea Kracht schon damals Wilhelm Luxem erste Wahl. 2009 wurde er «Hotelier des Jahres» in Deutschland und unter seiner Führung erhielt das Traditionshotel die weltweit höchste Bewertung bei den Mitgliedern des «Leaders Club», wofür ihm auch seitens Leading Hotels of the World besondere Anerkennung zuteil wurde.

Mit seinem Wechsel vom Excelsior Hotel Ernst ins Baur au Lac bildet sich erneut jene familiengeprägte Kontinuität ab, die seit fast 170 Jahren die Tradition des Baur au Lac begründet. Es sind markante, unauslöschliche Spuren, die Michel Rey im Baur au Lac hinterlässt, vom «Ende einer Aera» aber wollen weder er noch Besitzer Andrea Kracht etwas hören, «wir haben uns in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld, das auf internationale Ereignisse und wirtschafts- und finanzpolitische Verwerfungen extrem sensibel reagiert, ausserordentlich gut behauptet. Wilhelm Luxem findet daher ein solides und zukunftsorientiertes Unternehmen vor, welches für die Herausforderungen der Zukunft bestens gewappnet ist».

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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