NSA nicht zu bremsen. Politik muss unerbittlich bei der UNO intervenieren

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An der ETH in Zürich urde über die Privatsphäre im digitalen Zeitalter diskutiert. Bild: GMC

An der ETH in Zürich wurde über die Privatsphäre im digitalen Zeitalter diskutiert und die Geheimsienste heftig kritisiert. 800 IT-Sicherheitsexperten waren zugegen. Bild: GMC

An der ETH trafen sich 800 IT-Forscher, um über die digitale Überwachungsmaschinerie zu reden. Es hagelte Kritik an den Geheimdiensten von allen Seiten. Die Gefahr totalitärer Staaten und politisch motivierter Machtmissbräuche nehme mit der Überwachsungsflut exorbitant zu, darin waren sich viele Anwesende einig. Die Politik soll’s richten, lautete überdies der weit verbreitete Tenor.

Jacob Applebaum, der 30-jährige US-Informatiker, der die Snowden-Dokumente für seinen Freund Wikileaks-Gründer Julian Assange auswertet und daher seinen Wohnsitz von den USA nach Berlin verlegte, weil die Behörden ihm das Leben schwer machten und ständig verhafteten.

Applebaums Publikum bestand aus Wissenschaftler, Studenten, Politiker, Journalisten und Wirtschaftsvertretern. Nicht zu erkennen gaben sich die Geheimdienstler vor Ort. Der «Kongress über Privatsphäre und Überwachung», den das Lausanner ETH-Labor für kryptologische Alogorithmen organisierte, war das erste grosse Gipfeltreffen der IT-Security-Szene. Da fehlten auch die Bankenvertreter nicht.

In seiner Rede rief Applebaum zum «politischen und technischen Widerstand gegen die Geheimdienst auf». Besonders gefährlich sei die , dass die NSA versuche, von jedem Menschen einen Sozialen Graphen zu machen. Dazu werden Unmengen von Daten wie Steuerabrechnungen, E-Mails, Soziale Kontakte auf Facebook und Linkeding etc) durchforstet und analysiert bzw. bewertet. Auch Reisedaten, Gesundheitsdaten und Konsumgewohnheiten fliessen, wo vorhanden in die Graphen ein.

So werden Hunderttausende von Menschen in die Nähe von Kriminellen gerückt und die Gefahr von weiteren Lecks und Datenklaus werden auch nicht geringer. Über die Verwendung gibt es keinen gesetzlich geregelten Rahmen. Es gibt keine Möglichkeit zu erfahren, was über einen gespeichert wurde und wer Zugriff auf diese Datenfiles hat. Das ist höchst beängstigend und verstösst gegen Artikel 12 der Menschenrechtskonvention.

Wer heutzutage geschützt surfen will, der muss seine Festplatte verschlüsseln, seine Nachrichten codieren und alle PC-Programme ständig auf dem neusten Standart halten. Das können 95 Prozent aller Anwender nicht tun. Daher muss eine politische Lösung gefunden werden, die den Geheimdiensten untersagt, flächendeckend, präventiv über alle und jeden Bürger Daten zu sammeln und durch nicht transparente Alogorithmen zu Graphen zu formen, die einen kompletten  Unsinn oder einseitig, unvollständi und konstruierte Muster ergeben. Die Gefahr totalitärer Staaten und politisch motivierter Machtmissbräuche nehme damit exorbitant zu, darin waren sich viele Anwesende einig.

Wie Sie sich vor Cyber-Attacken besser schützen können:

Massnahmen für CMS-Schutz  |  Checkliste+Online+KMU  |  Massnahmen für ICS-Schutz

NSA, BND und NBD bye bye: Gut gibt es die Enigmabox

Die Enigmabox ist eine Plug and Play Verschlüsselungsmaschine, welche verteilte und Ende-zu-Ende verschlüsselte Telefonie und E-Mail-Kommunikation ermöglicht, ohne dass man sich um Passwörter kümmern muss. Zusätzlich bietet es einen VPN-Zugang zum alten, unverschlüsselten Internet. Die Enigmabox ist Open Source und benutzt zur Kommunikation cjdns, ein Protokoll für ein verschlüsseltes IPv6 Meshnetzwerk. Weitere Informationen gibt es hier.

Weitere Berichte zu diesem und ähnlichen Themen:                                                                                                              

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Die Gehirnwäsche funktioniert, der User resigniert   |  Datenschutztag 2014:  Ist unsere Privatsphäre noch zu retten?» |   

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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