Die Rohstoffbranche versteuert nur 36 Mio. Franken in Zug und kaum mehr im Ausland

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Erstmals gab der Kanton Zug Zahlen über das Milliardengeschäft  des Rohstoffhandelplatz bekannt und wie wenig Steuereinnahmen dadurch generiert wurden. Auch in den Herkunftsländern der Rohstoffe werden kaum Steuern bezahlt. Nun erwägt die USA, die börsenkottierten Rohstofffirmen zu mehr Transparenz und weniger Korruption zu verpflichten. Auch die Schweiz und die EU sollten sich diesem Szenario anschliessen.

Insgesamt erhält der Kanton Zug und den Gemeinden in Form von Kapital- und Gewinnsteuern juristischer Personen rund 200 Mio. Franken  Kantons- und 160Mio. Franken Gemeindesteuern.  Davon entfallen rund zehn Prozent auf die Rohstoffbranche.

Zusätzlich bezahlen Zuger Firmen knapp eine Milliarde Bundessteuern Davon entfallen rund 200 Mio. Franken auf den Rohstoffhandelssektor. Da die Kantone 17 Prozent der Bundessteuern behalten dürfen macht dies 34 Mio. Franken aus.

Alle Zuger Angestellten zahlten schliesslich jährlich  rund 121 Mio. Franken  kantonale und kommunale Einkommenssteuern. Aus den Bundessteuern komkmen wiederum 12,7 Mio. hinzu. Wie hoch der Anteil der Angestellten im Rohstoffhandel ist, weist die Bilanz nicht aus.  Die Anzahl der in Zug domizilierten Rohstoffirmen dürfte bei rund 100 Firmen liegen.

Auch in den Herkunftsländern der Rohstoffe zahlen die Fördungs- und Handelsfirmen kaum Steuern. Die Transparenz bei der Bezahlung zur Ausbeutung der Bodenschätze ist minim. Oft unterstehen sie dem Geschäfts- oder Regierungsgeheimnis de3r betreffenden Länder und ihrer Autokraten. Unabhängige Beobachter sagen, dass die Korruption bei der Vergabe von Schürfrechten explosiv zugenommen habe.

In Angola, dem zweitgrössten Erdölproduzenten Afrikas, haben Aktivisten verlangt, dass die Einkünfte gerechter verteilt würden. Die Regierung liess die Proteste blutig niederschlagen. In Südafrika kam es dieses Jahr zu schweren Konflikten und Ausschreitungen mit Dutzenden von Toten. 34 Arbeiter wurden alleine in einer einzigen Platinmine erschossen.

Die US-Regierung will, dass die 1100 börsenkotierten Rohstoffkonzerne inskünftig Zahlungen an Regierungen oder Minister von über 100‘000 US-Dollar offen legen. Dieser Forderung sollte   sich auch die Schweiz und die EU anschliessen und so auch China in die Defensive drängen. Schliesslich hat das Land jahrelang propagiert, dass es die Bürger Afrika’s unterstützen werde – und nicht nur seine Diktatoren.

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3 Kommentare zu Die Rohstoffbranche versteuert nur 36 Mio. Franken in Zug und kaum mehr im Ausland

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