Schweiz-Südafrika: Intensive bilaterale Beziehungen

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Die Schweiz und Südafrika verbinden vielfältige und intensive Beziehungen. Südafrika ist ein strategisches Partnerland der Schweiz. Südafrika ist für die Schweiz der wichtigste Wirtschaftspartner, der Fokus der Forschungszusammenarbeit und ein Schwerpunkt der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Im März 2008 wurde in Genf ein Memorandum of Understanding über den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern unterzeichnet. Es fördert die Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Entwicklung, Friedensförderung, Bildung, Wissenschaft und Kultur. Seither findet jährlich ein hochrangiges bilaterales Treffen (High Level Consultations) statt, bei welchen die Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit diskutiert und neue Projekte besprochen werden.

Im multilateralen Bereich ist die regionale Wirtschaftsorganisation «South African Development Community (SADC)» ein tragendes Element für die Zusammenarbeit mit Südafrika, insbesondere auch im Rahmen der regionalen Entwicklungszusammenarbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Südafrika ist für die Schweiz der wichtigste Wirtschaftspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2011 rund 2.1 Mrd. CHF, wobei die Importe aus Südafrika gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer Verdoppelung der Platinimporte um rund 75% auf 1.32 Mrd. anstiegen und die Exporte mit 0.8 Mrd. moderat zunahmen. Die Schweiz importierte vor allem Edelmetalle, während Südafrika Chemikalien, Maschinen, Präzisionsinstrumente und Uhren einführte. 2010 lag die Schweiz unter den ausländischen Investoren in Südafrika an sechster Stelle mit einem Investitionsvolumen von 3.77 Mrd. CHF.

Mehr als 100 Schweizer Firmen haben Filialen oder Produktionsstätten in Südafrika und schaffen damit rund 36’000 Arbeitsplätze. Die Schweizer Botschaft in Pretoria ist kombiniert mit einen Swiss Business Hub zur Handels- und Investitionsförderung.

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

2007 schlossen die beiden Länder ein Abkommen über wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit ab. Südafrika ist damit eines von acht aussereuropäischen Ländern, mit denen die Schweiz die Forschungszusammenarbeit mit gezielten Programmen vertieft.

Die Schweiz hat in einer ersten Programmphase von 2008–2012 rund 7.8 Mio. CHF für insgesamt 16 gemeinsame Forschungsprojekte eingesetzt. Geforscht wird in den Bereichen öffentliche Gesundheit und Biomedizin, Bio- und Nanotechnologie sowie Geistes- und Sozialwissenschaften. Die zweite Programmphase von 2013–2017 gibt erneuerbare Energien (Cleantech und Greentech) als Forschungsschwerpunkt vor.

Forschende und Kulturschaffende aus Südafrika können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um ein Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben. Dank des sogenannten Stagiaireabkommens haben junge Berufsleute die Möglichkeit, ihre Berufs- und Sprachkenntnisse in der Schweiz erweitern.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Die DEZA ist seit 2005 mit dem Regionalprogramm für das südliche Afrika engagiert. Schwerpunkte sind

  • HIV/AIDS-Projekte
  • Management natürlicher Ressourcen
  • Gouvernanz 

Die «Swiss-South African Cooperation Initiative (SSACI)» im Bereich der Berufsbildung und das «Small Claim Court-Programm» im Bereich der Justiz gehören zu den spezifisch südafrikanischen Projekten.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat Südafrika als Schwerpunktland für wirtschaftliche Entwicklung gewählt und konzentriert sich auf drei Themen:

  • Die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen, integrativen Wirtschaft
  • Die Stärkung Südafrikas als regionales Zentrum für Handels- und Wissensfragen in wirtschaftlichen Schlüsselbereichen
  • Energieeffizienz und Klimawandel

Schweizerinnen und Schweizer in Südafrika

Ende 2012 lebten 9260 Schweizerinnen und Schweizer in Südafrika, vornehmlich in den beiden wirtschaftskräftigsten Provinzen des Landes, Gauteng und Western Cape.

Kulturaustausch

Die Schweiz und das südliche Afrika pflegen einen regen kulturellen Austausch, hauptsächlich in den Sparten Musik und Tanz. Häufig engagieren sich private Partner. Pro Helvetia ist in Südafrika mit einer Antenne vertreten, welche 2012 ihren Sitz von Kapstadt nach Johannesburg verlegte.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Bereits im 18. Jahrhundert wanderten erste Schweizer, vor allem Bauern, in die damalige Kap-Kolonie ein. Gleichzeitig errichteten Schweizer Angehörige verschiedener Missionen (Basler, Waadtländer, Pariser Mission) erste Spitäler und Schulen in ländlichen Gebieten, zum Beispiel in Limpopo. Ab dem 19. Jahrhundert kamen Schweizer Kaufleute, Handwerker, Gastwirte und Ingenieure nach Südafrika. In den 1950er Jahren wurde Südafrika zum bevorzugten Auswanderungsland in Afrika. Im 20. Jahrhundert liessen sich viele der grossen Schweizer Unternehmen mit einer Vertretung in Südafrika nieder.

Als Folge der internationalen Sanktionen gegen das Apartheidregime, an denen sich die Schweiz nicht beteiligte, beschloss der Bundesrat Massnahmen, um zu verhindern, dass die Schweiz zur Drehscheibe für Umgehungsgeschäfte wird.

Die DEZA engagierte sich bereits in der Endphase des Apartheidregimes Anfang der 90er Jahre und setzte sich ein für einen möglichst gewaltlosen Übergang zum neuen politischen System. Die Schweiz unterstützte die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission (Truth and Reconciliation Commission TRC).

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Der Wanderreisen-Spezialist Imbach in Luzern bietet eine 15-tägige Südafrika Rundreise mit Wanderungen an, die hier mit einem Auszug aus dem Reiseprogramm beschrieben wird. Die Reise kostet pro Person ab Fr. 5750.-  und ist an folgenden drei Daten 2013 vorgesehen:

04.04.–19.04.14 Fr-Sa für 5750.–

13.10.–29.10.14 Mo-Mi für 5900.–

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1. Tag: Hinflug Zürich–Kapstadt Flug mit SWISS von Zürich nach Kapstadt.  Transfer ins Hotel

2. Tag: Stadtbesichtigung Kapstadt

Vormittags machen wir eine Stadtrundfahrt zum Malaienviertel und Hafen. Bei  schönem Wetter besteht die Möglichkeit mit  der Seilbahn auf den 1087 Meter hohen Tafelberg zu fahren. Danach fahren wir die Küstenstrasse «Chapman‘s Peak» zur Bucht «Hout Bay». Wir unternehmen eine erste Wanderung der Küste entlang. Weiterfahrt zum Naturreservat Kap der guten Hoffnung. Dort gehen wir zu Fuss oder mit der Bahn zur Kapspitze, um die Aussicht auf das Meer zu geniessen. Nach der Wanderung auf dem Silvermine Trail gelangen wir am späten Nachmittag zurück nach Kapstadt. Wanderzeit ca. 3 Stunden.

3. Tag: Wellington und Bain‘s Kloof Pass.

Wir fahren von Kapstadt über den  Bain‘s Kloof Pass nach Wellington. Von hier aus unternehmen wir eine Wanderung dem Fluss entlang bis zum eindrücklichen Wasserfall. Danach Weiterfahrt nach Paarl in unser Hotel mit Spa. Nachmittag zum geniessen und entspannen. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

4. Tag: Schulbesuch und Weindegustation.

Wir lernen den Rektor  und einige Lehrer der  Schule kennen und erhalten einen Einblick in den Schultag. Die Hauptsprache der Schule ist Xhosa, eine der zwölf Landesprachen von Südafrika. Anschliessend kurze Fahrt nach Stellenbosch zu einem Weingut mit einer Kellerführung und einer Weindegustation. Nach einem Spaziergang durch die zweitälteste Stadt Südafrikas  haben Sie den Nachmittag zur freien Verfügung.

5. Tag: Pinguinkolonie in Betty‘s Bay.

Unsere Fahrt der Küste der «False Bay» entlang führt uns nach Betty‘s Bay wo wir eine unbekannte Pinguinkolonie besuchen. Danach unternehmen wir eine Wanderung im Harold Porter National Botanischen Garten. Dieses Naturreservat ist über 100‘000 ha gross und liegt am Fusse der Küstenbergkette. Der Garten ist sehr bekannt für seine seltenen Orchideen. Weiterfahrt über den Tradouw Pass und über die Route 62 nach Oudtshoorn in die Halbwüste Kleine Karoo.

6. Tag: Straussenfarm und Robberg Naturreservat.  

Oudtshoorn ist das weltgrösste Zentrum der Straussenzucht. Auf der nördlichen Seite der  Berge ist es trocken und heiss und es gibt nur  spärliche Vegetation. Dies sind die idealen  Voraussetzungen für die Aufzucht von Straussenvögeln. Wir unternehmen eine interessante Führung durch die Farm. Anschliessend Passfahrt über den imposanten Quteniqua  Pass nach George und weiter durch das Seengebiet in das Tsitsikamma Urwaldgebiet. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

7. Tag: Tsitsikamma National Park

Wir unternehmen eine Wanderung auf einem  Teil des berühmten Otter Trails. Der Park besteht aus dem ursprünglichen Urwald mit seinen alten, bis zu 40 Meter hohen Bäumen und einen 5,5 Kilometer breiten Streifen des küstennahen Meeres. Diese massiven Gelbholzbäume sind über 800 Jahre alt. Zudem gibt es eine artenreiche Vogelwelt. Der Weg führt uns  an der felsigen Küste entlang und es besteht  die Möglichkeit weiter bis zur Hängebrücke zu  wandern. Nachmittag zur freien Verfügung.  Wanderzeit ca. 3 Stunden.

8. Tag: Weiterflug nach Durban

Flug mit SOUTH AFRICAN von Port Elizabeth nach Durban und Transfer ins Hotel.

9. Tag: Durban–Mkuze

Vormittags bleibt etwas Zeit um die Stadt zu  entdecken. Anschliessend Fahrt an vielen Zuckerrohrplantagen und Wäldern vorbei in Richtung Norden nach Mkuze.

10. Tag: Safari im Mkuze Tierreservat

Frühmorgens starten wir von unserer Lodge aus ins Mkuze Tierreservat. Am Eingangstor begrüsst uns der Ranger. Wir unternehmen eine ca. dreistündige Safari im Geländewagen. Am Nachmittag erleben wir eine Safari zusammen mit einem Ranger zu Fuss. Mehr als 400 verschiedene Vogelarten, wie beispielsweise der Weisskopfadler und auch Antilopen, Büffel, Giraffen und Nashörner sind im Reservat zu finden. Mit etwas Glück sehen wir auch einen Geparden oder Leoparden. Wanderzeit ca. 3½ Stunden.

11. Tag: Pongola–Barberton

Unsere Reise führt nach Pongola und Barberton. Während der Fahrt erfahren wir viele spannende und interessante Sachen über Land und Leute. In Barberton, eine ehemalige Goldgräberstadt, machen wir eine Pause.

12. Tag: Kruger National Park

Ganztägige Pirschfahrt im Reisebus im Kruger National Park. Es besteht die Möglichkeit eine fakultative ganztägige Pirschfahrt im offenen Geländewagen im Kruger National Park zu unternehmen. Abends geniessen wir einen typisch südafrikanischen «Braai» – ein Barbeque unter freiem Sternenhimmel.

13. Tag: White River–Rustenburg

Eine eindrucksvolle Fahrt führt uns vom «Loveld» in das «Highveld», ein Hochplateau. In Belfast erreichen wir eine Höhe von über 2000 Meter. Hier befindet sich auch die höchst gelegene Eisenbahnstrecke Südafrikas.

14. Tag: Kedar Privat Naturreservat

Wir unternehmen eine Wanderung durch das Reservat oder geniessen den Tag in der Lodge. Abends geniessen wir ein gemeinsames Ab-schiedsessen und lassen unsere Eindrücke der letzten Tage nochmals Revue passieren. Wanderzeit ca. 2½ Stunden.

15. Tag: Pretoria und Rückflug

Wir besuchen die Regierungshauptstadt Pretoria. Wir besuchen das «Voortrekker Monument» und weitere Höhepunkte wie die weltgrösste Fernuniversität «Unisa», das Regie-rungsgebäude und den Church Square. Auf diesem Platz stand die erste Kirche. Einige Gebäude von historischem und architektonischem Wert sind bis heute noch erhalten. Anschliessend Fahrt zum Flughafen nach Johannesburg. Flug mit SWISS von Johannesburg nach Zürich.

16. Tag: Ankunft in Zürich. Frühmorgens Ankunft in Zürich

 

IMBACH-Leistungen

■  Flug inkl. Taxen und Gebühren

■  Begleitfahrzeuge für Ausflüge und

■  Transfers, Unterkunft in landestypischen Hotels und

■  Lodges, Frühstück, zusätzlich 9 Mahlzeiten

■  Alle aufgeführten Wanderungen,

■  Ausflüge, Eintritte und Besichtigungen, Trinkgelder in Hotels & Restaurants

■  Lokale Reiseleitung und Wanderführung

■  Zuschläge (exkl. Einzelzimmerzuschlag 580.–), Annullierungskosten- und Assistance Jahresversicherung 105.–, Zuschlag unter 10 Personen 300.–

■  Safari Kruger National Park im Geländewagen ca. 800 ZAR / 90 CHF

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Imbach Reisen

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Telefon: +41 (0)41 418 00 00

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2 Kommentare zu Schweiz-Südafrika: Intensive bilaterale Beziehungen

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