Spione infiltrieren und überwachen auch NGO‘s

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Für Geheimdienste bergen humanitäre Organisationen interessante Informationsquellen, die sie nach Möglichkeit ausspionieren und anzapfen. Das IKRK und der Rote Halbmond aber auch AMnesty International und Human Rights Watch stehen besonders im Visier der Geheimdienste.

Früher pflegte das IKRK einen lockeren Umgang mit Spionen und wies ihre Mitarbeiter lediglich an, wenn möglich Schweizerdeutsch zu sprechen. Das verstünden weniger Geheimdienste. Sowohl der Umgang mit den Geheimdiensten als auch die Diplomatie haben sich seit den 80er Jahren erheblich verändert.

Zwar ist den IKRK-Delegierten bekannt, dass ihre Telefon angezapft und E-mails abgefangen und mitgelesen werden. Dennoch versuchen sie ihr Möglichstes, keine Kontakte zu verraten und gewichten den Personen- und Informationsschutz heute weit höher.

Die Verschwiegenheit des IKRK sorgt mitunter für Irritationen ist aber überlebenswichtig für die Organisation. Neutralität, Unabhängigkeit und Diskretion sind das Kapital des IKRK, welches sich in den Konfliktregionen ständig zwischen den Mühlen neuer und alter Machthabern bewegt. Nur so könne die Organisation auch unter schwierigsten Umständen in den abgeschottetsten Ländern (Syrien, Nordkorea) agieren und zu verfeindeten Gruppen Kontakte aufbauen.

„IKRK werde von Spionen nicht  verschont“

Gerade diese Kontakte stehen im Visier der Geheimdienste, sei es seitens der infolvierten Konfliktparteien, sei es, dass sich andere Nachrichtendienste Vorteile aus diesen Informationen herausholen könnten. Dabei bleibt es nicht beim Aushorchen. Ein Geheimdienstmitarbeiter sagt aus, dass es zwar keine konkreten Hinweise gebe, dass Spione ins IKRK eingeschleust wurden. Es wäre aber ein Irrtum zu glauben, dass dem nicht so ist und das IKRK von Spionen verschont würde.  Die Gefahr besteht umsomehr, als das IKRK immer mehr lokale Helfer engagiert. Damit steige das Spionagerisiko ganz erheblich.

Auch bei Amnesty International gehört  die Spionageabwehr zur täglichen Routine. John Dillespie, bei AI für die Internetsicherheit zuständig, erklärt, dass Cyber-Attacken an der Tagesordnung seien und AI bemüht sei, die Urheber zu identifizieren. AI ist insbesondere für China ein beliebtes Ziel, weil es die Daten und Dokumente über Menschenrechtsverletzungen zentral in London auf einem Server speichere.

Auch die Organisation Human Rights Watch (HRW) sieht sich mit täglichen Hackerangriffen konfrontiert. Diese wurde in der letzten Zeit insbesondere von einer Organisation  namens Syrien Cyber Army attackiert. Es wird vermutet, dass der Assad-Clan dahinter steht.

Höchste Priorität beim Datenschutz geniessen die Informanten von Menschenrechtsverletzungen, denn sie seien insbesondere das Ziel der Geheimdienste. Werden Ihre Identitäten bekannt sind oft nicht nur die Denunzianten sondern auch ihre Familien und Netzwerke in höchster Gefahr.

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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5 Kommentare zu Spione infiltrieren und überwachen auch NGO‘s

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