Swiss Deluxe Hotels behaupten sich in schwierigem Umfeld

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SDH_GMC4726Zürich, 6. März 2014 – Die Swiss Deluxe Hotels haben das Jahr 2013 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 1.41 Mia. abgeschlossen, was dem Vorjahreswert entspricht. Die klassischen Stammmärkte in Europa erholen sich wieder und das Wachstum in neuen Märkten setzt sich fort. Die Neuregelung der Zuwanderung in der Schweiz wird die Hotelbranche belasten, ist sich der Präsident Swiss Deluxe Hotels, Jan Bruckner sicher, denn «40% der Arbeitskräfte werden derzeit im Ausland rekrutiert». Und dies zum 80-jährigen Geburtstag der Swiss Deluxe Hotels.

Die Swiss Deluxe Hotels – die 38 exklusivsten Luxushotels in der Schweiz – schliessen das Jahr 2013 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 1.41 Mia. ab. Dies entspricht dem Wert des Vorjahres und ist Zeichen eines stagnierenden und somit sich erholenden Geschäftsganges. Auch die Anzahl der Logiernächte – die zweite relevante Kennzahl in der Hotellerie – hat sich in den Swiss Deluxe Hotels gesamthaft bei rund 835‘000 Übernachtungen stabilisiert. Klassische Stammmärkte in Europa, namentlich Deutschland, Frankreich und UK, haben sich erholt bzw. sind weniger stark rückläufig.

Das Thema war die Konsequenzen der Masseneinwanderungsinitiative, welche den Hoteliers Sorgen bereitet. BIld: GMC

Das Thema war die Konsequenzen der Masseneinwanderungsinitiative, welche den Hoteliers Sorgen bereitet. BIld: GMC

Die Anzahl Logiernächte in Deutschland – mit rund 15% Marktanteil in der Gesamtbranche immer noch der wichtigste ausländische Markt – ging noch um 1% zurück, nachdem die Minuswachstumsraten in den letzten drei Jahren stets im zweistelligen Prozentbereich lagen. Auf der anderen Seite ist die Entwicklung in den neuen Wachstumsmärkten in Asien, im Mittleren Osten oder in Russland weiterhin erfreulich. Alleine der Gästezuwachs aus China betrug 2013 über 20%. Denselben Wert erreichen die Golfstaaten, während Russland ein Plus von 3% aufweist.

Wechselkurse und Kostenbasis als bleibende Herausforderung

Noch immer belasten die ungünstigen Wechselkurse des Schweizer Frankes gegenüber dem Euro und dem USDollar den Geschäftsgang der Swiss Deluxe Hotels, und auch die stetig steigende Kostenbasis bedeutet eine immer grösser werdende Herausforderung für die Schweizer Luxushotellerie. Im Vergleich zum nahen Ausland lassen massiv höhere Mindestlöhne, zunehmende Regulierungen und weiterhin hohe Hürden beim Agrar- und Lebensmittelimport, die zu hohen Einkaufspreisen führen, die Kosten-/Gewinnschere bei stagnierenden Umsätzen immer enger werden. Je nach Standort sind die Hotels auch starken saisonalen und wetterbedingten Einflüssen ausgesetzt. So war das Frühjahr 2013 sehr nass und kalt, wohingegen die Wintermonate zu Beginn und am Ende des Jahres mit viel Schnee und gutem Wetter wieder versöhnlicher waren.

Auch die anhaltende Frankenstärke stellt die Hoteliers vor grosse Herausforderungen. BIld: GMC

Auch die anhaltende Frankenstärke stellt die Hoteliers vor grosse Herausforderungen. BIld: GMC

Zuwanderungspolitik als Hürde

Das vergangene Jahr war auch geprägt von verschiedenen wirtschaftspolitischen Diskussionen, die für die Branche der Hotellerie nicht ohne Konsequenzen bleiben werden. Mit grossem Bedauern haben die Swiss Deluxe Hotels zusammen mit dem Branchenverband Hotelleriesuisse vom Entscheid der Stimmbevölkerung, die Zuwanderungspolitik neu auszurichten, Kenntnis genommen. Die Initiative legt der Branche, die von unkomplizierten Rekrutierungsmöglichkeiten in der EU lebt, massiv Steine in den Weg: Kontingentierte Arbeitsbewilligungen schränken die Flexibilität der Betriebe ein und haben teure administrative Mehraufwände zur Folge, was auch die Mitglieder der Swiss Deluxe Hotels betrifft. Über 40% der Erwerbstätigen bei den Swiss Deluxe Hotels stammen aus dem Ausland, rund ein Drittel davon aus der EU.

Die Schweiz gilt als attraktiver Arbeitsstandort – der durch die Initiative verursachte Angriff auf den bilateralen Weg, die mühsame Bewilligungspraxis und Kurzaufenthaltsbewilligungen schaden diesem Image. Gleichzeitig untergräbt die Initiative die bisherigen Qualitätsanstrengungen der Branche, deren wichtigste Grundlage qualifizierte Fachkräfte sind. Im Rahmen der Umsetzungsarbeiten auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe werden sich die Swiss DeluxeHotels und Hotelleriesuisse engagiert für eine branchentaugliche Lösung einsetzen.

Wollen die Herausforderungen anpacken. SDH-Hoteliers im Eden au Lac in Zürich. Bild: GMC

Wollen die Herausforderungen anpacken. SDH-Hoteliers im Eden au Lac in Zürich. Bild: GMC

Weitere Erholung des Gesamtmarktes

Ausblickend auf das laufende Jahr 2014 sind viele Hoteliers der Swiss Deluxe Hotels optimistisch, dass sich der Markt weiter positiv entwickelt. „Wir sehen wieder mehr Licht am Ende des Tunnels“, sagt Jan E. Brucker, Präsident der Swiss Deluxe Hotels. „2013 ist in mancher Hinsicht ein Wendepunkt für eine gestärkte Entwicklung in die Zukunft.“ Die Hotellerie im obersten Luxussegment hat in der Schweiz eine lange Tradition. Nun sei es entscheidend, mit neuen Impulsen und Innovationen eine neue Generation von Gästen mit neuen Bedürfnissen und Ansprüchen abzuholen, sagt Jan E. Brucker.

Die steigende Nachfrage nach Spezialangeboten, das immer kurzfristigere Buchungsverhalten sowie eineVerlagerung der Reservationen zu unabhängigen Buchungsplattformen fordern die Kreativität der Hoteliersheraus. Dazu kommen stetige Investitionen in die Infrastruktur.  So haben die 38 Swiss Deluxe  Hotels auch 2013wiederum rund CHF 250 Mio. an baulichen Investitionen getätigt. Unter anderem kann das „Four Seasons Hôtel des Bergues“ in Genf als ältestes Hotel der Swiss Deluxe Hotels just zu seinem 180-Jahr-Jubiläum seinen neuen Spa-Bereich auf zwei Stockwerken und mit grandioser Aussicht auf das Mont-Blanc-Massiv und die Stadt Genf eröffnen. Zusammen mit dem neuen IZUMI-Restaurant, das die japanische Küche in exzellenter Art und Weise zelebriert, steht das „Four Seasons Hôtel des Bergues“ heute für das moderne und urbane City-Resort, das sowohl Geschäfts- wie auch Freizeitgäste gleichermassen begeistert.

Zu den zentralen Bestandteilen der Luxushotelerie gehört die Hauben-Gastronomie. BIld. GMC

Zu den zentralen Bestandteilen der Luxushotelerie gehört die Hauben-Gastronomie. BIld. GMC

Gastronomie als Basis der Luxushotellerie

Ein Aspekt, der seit jeher unverzichtbar mit der Luxushotellerie verknüpft ist, ist die gehobene Gastronomie. Die grossen Luxushotels in der Schweiz waren nie nur Hotels, sondern führen auch die besten Restaurants an ihren Destinationen. In den über 150 Restaurants, Bistros, Bars und Terrassen der Swiss Deluxe Hotels treffen sich Hotelgäste, hohe Persönlichkeiten der Weltgeschichte, die lokale Bevölkerung und Gourmets, die oft von weit her anreisen, um die Kochkünste der ganz grossen Meister am Herd zu geniessen. Über 600 Punkte Gault-Millau sowie 18 Sterne Guide Michelin sind der eindrückliche Ausweis einer Gastronomie, die sich laufend weiterentwickelt und sowohl die Tradition wie auch die Innovation mit Stolz auf das Hergebrachte und Mut zu neuen Entdeckungen geschickt verbindet.

80 Jahre Swiss Deluxe Hotels

1934 wurden die Swiss Deluxe Hotels – damals noch unter dem Namen „Groupement des hôtels de tout premier rang de Suisse“ – gegründet. Dem Ziel, die besten Luxushotels der Schweiz mit dem besten Service und ausserordentlichsten Leistungen mit einem Gütesiegel zu versehen und gemeinsame Werte zu entwickeln und zu pflegen, waren die Gründer damals wie die Hoteliers von heute gleichermassen verpflichtet. „Liest man in den Dokumenten und Reglementen aus der Gründerzeit, so entdeckt man dieselben Werte und Ziele, die uns heute noch verbinden“, sagt Jan E. Brucker. Auch wenn uns die Grundsätze von damals etwas nostalgisch vorkommen, die grosse Leidenschaft und die Freude am Beruf des Hoteliers sind darin genauso zu spüren wie das Streben nach höchster Qualität und Dienstleistung am Gast.

Swiss Deluxe Hotels doing fine but facing hard times   (engl Version)                                    

Weitere Berichte über die Schweizer Hotellerie:

 Hotelportraits | Tourismus-Dossier Schweiz Berner Oberland Berichte | Engadiner Berichte Lago Maggiore Berichte

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Über Gerd M. Müller

Der Zürcher Foto-Journalist Gerd Michael Müller gründete vor 20 Jahren die Presse- und Bildagentur GMC Photopress. Müller arbeitet seit über 25 Jahren in der Tourismus-, Medien- und Kommunikationsbranche. Er hat über 1000 Publikationen und Reisereportagen in renommierten Medien veröffentlicht (u.a. «Welt am Sonntag», «FAZ», «FACTS», «Weltwoche», «SonntagsZeitung», «Globo», «Animan», «Reisen & Kultur-Journal», «FAZ», «Spiegel», «Süddeutsche Zeitung») und darüber hinaus auch für hochkarätige Spa- and Travel-Magazine wie «Relax & Style», «Tourbillon», «Excellence International», «World of Wellness» und «Wellness Live» gearbeitet. GMC Photopress besitzt ein umfangreiches Bildaurchiv mit rund 250'000 Bildern aus über 80 Ländern zu den Themen Lifestyle, Luxus, Beauty & Spa, Kultur, Touristische Highlights, Natur, Landschaft, Wildlife, Umwelt, Humanitäres und Soziales.
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